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katastrophenalarm veterinäramt und tierseuche und geflügel und tötungsmaßnahmen

 Vogelgrippe im Nordosten-Katastrophenalarm ausgedehnt

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BeitragVerfasst am: 20.02.2006 20:08  Titel:  Vogelgrippe im Nordosten-Katastrophenalarm ausgedehnt

| 20.02.06, 17:46 Uhr |
Nach der Insel Rügen und dem Landkreis Ostvorpommern hat am Montag auch der Kreis Nordvorpommern Katastrophenalarm wegen der Vogelgrippe ausgelöst.

Das teilte Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus (SPD) in Schwerin mit. Er forderte die zuständigen Behörden zusätzlich auf, die gesamte Küste Mecklenburg-Vorpommerns in einer Breite von zehn Kilometern unter Beobachtung zu stellen. Am Nachmittag wollte sich Backhaus mit den Landräten zu einer Lagebesprechung treffen. Laut Backhaus ist die Lage weiterhin „sehr ernst“ und noch nicht im Griff.

Region Wittower Fähre gesperrt

Im Nordosten Rügens wurde die Region Wittower Fähre gesperrt. Das Gelände zu betreten sei streng verboten, sagte der Minister. An der Fähre waren in den vergangenen Tagen gehäuft mit dem Vogelgrippevirus H5N1 infizierte Vogelkadaver gefunden worden. Das Einsammeln toter Vögel sowie der Abschuss kranker und sterbender Vögel habe „oberste Priorität“.

Die Experten gingen davon aus, dass vor allem „die Schwäne durchgängig infiziert sind“. Seit Anfang Januar wurden laut Backhaus von 1474 Wildvögeln und von 3319 Stück Hausgeflügel Proben genommen worden. Die landeseigenen Labore arbeiten inzwischen mit zusätzlichen Schichten und werden aus anderen Bundesländern unterstützt.

Hunderte Vögel gekeult

Zur Vorbeugung gegen die Ausbreitung der Vogelgrippe wurden in einem großen und vier kleinen Betrieben auf Rügen 2463 Stück gesundes Hausgeflügel getötet. In fünf weiteren kleinen Betrieben wurde die Schlachtung angeordnet. Es handelt sich laut Backhaus vor allem um Geflügelhalter, deren Tiere etwa durch die Nähe zu Fundorten kranker Wildvögel einem erhöhten Risiko ausgesetzt waren. Insgesamt gibt es nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums Schwerin auf Rügen 400 000 Hausgeflügel. Bei der Januarzählung waren allein im Nordosten der Insel 69 000 Wildvögel festgestellt worden, darunter viele Schwäne, aber auch Möwen, Gänse, Kormorane, Enten und Bussarde.


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BeitragVerfasst am: 20.02.2006 20:09  Titel:  Re: Vogelgrippe im Nordosten-Katastrophenalarm ausgedehnt

http://www.springenderhund.de/topic,1054,-vogelgrippe.html#3223
http://focus.msn.de/hps/fol/article/article.htm?id=17207
 

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BeitragVerfasst am: 21.02.2006 19:35  Titel:  Re: Vogelgrippe im Nordosten-Katastrophenalarm ausgedehnt

Bei Pandemie
WM-Absage ins Gespräch gebracht




Suche nach Kadavern am Strand von Prerow


| 21.02.06, 13:00 Uhr |
Experten und die Chefin des Agrarausschusses im Bundestag denken für den Fall einer Vogelgrippe-Pandemie an die Absage der Fußball-WM.

„Sagen wir mal, das Virus ist da, und es gibt so Riesenveranstaltungen, dann wäre ich schon dafür zu sagen, lasst uns überlegen, die ausfallen zu lassen", sagte Bärbel Höhn (Grüne) am Montagabend in der N24-Sendung „Was erlauben Strunz“. Das wäre eher Vorsicht als Mut, fügte sie hinzu.

„Keine Schwarzmalerei“

Der Leiter des Influenza-Programms der Weltgesundheitsorganisation, Klaus Stöhr, pflichtete Höhn bei. Dies sei „keine Schwarzmalerei“. Sollte während der Fußball-WM in Deutschland eine Pandemie ausbrechen, bei der die derzeit nur bei Tieren grassierende Krankheit von Mensch zu Mensch übertragen wird, „muss man sich ganz genau überlegen, was man tut.“ Wenn die Seuche zu der Zeit nach Europa komme, brauche es jemanden, der sehr, sehr großen Mut habe, die Meisterschaft nicht abzusagen.

Eine Absage des Fußball-Großereignisses kommt Höhn und Stöhr zufolge allerdings nur dann in Frage, wenn der H5N1-Erreger von Mensch zu Mensch überspringen würde. Das ist bislang niergendwo auf der Welt geschehen. Sämtliche Menschen, die an Vogelgrippe starben, hatten Kontakt mit infiziertem Federvieh.
 

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BeitragVerfasst am: 21.02.2006 19:37  Titel:  Re: Vogelgrippe im Nordosten-Katastrophenalarm ausgedehnt

Vogelgrippe
Katastrophenalarm ausgeweitet




Beinahe ganz Vorpommern betroffen


| 21.02.06, 07:49 Uhr |
Nach den ersten Vogelgrippefällen auf dem deutschen Festland ist der Katastrophenalarm auf nahezu ganz Vorpommern ausgedehnt worden.

Nach dem Landkreis Rügen riefen vorsorglich auch die betroffenen Nachbarkreise Nord- und Ostvorpommern am Montagabend den Katastrophenfall aus. Zudem wurden alle Landkreise und großen Städte an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns zur Überwachungszone erklärt. Die Bundeswehr stockte ihre Kräfte auf Rügen um 250 Kräfte auf, Ostvorpommern forderte ebenfalls Hilfe der Bundeswehr an. Die mit Schutzanzügen ausgestatteten Soldaten sollen auch am Dienstag auf der Ferieninsel tote Vögel einsammeln. Außerdem wird in den Landkreisen und großen Städten an der Küste gezielt nach toten Vögeln gesucht.

Situation „noch nicht im Griff“

Nach Einschätzung des Agrarministers von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus (SPD), hat das Land die Situation „insgesamt noch nicht im Griff“. Bislang wurde das auch für Menschen gefährliche Virus H5N1 bei 81 Vögeln festgestellt.

Mit weiteren infizierten Tieren sei zu rechnen, das Risiko der Einschleppung in Hausgeflügelbestände wachse, sagte Backhaus. Mit den Vertretern der Kreise und Städte habe es keine Differenzen über den Ernst der Lage gegeben. Man sei sich einig, dass Fundorte infizierter Vögel abgesperrt würden und das Betreten verboten sei.

Tausende Tiere vorsorglich getötet

Auf Rügen waren bereits am Sonntag vorsorglich 2463 Tiere aus einem großen Betrieb und einigen Kleinsthaltungen getötet worden. Am Montag sollten Tiere aus weiteren fünf Kleinstbeständen getötet werden. Sie sind Backhaus zufolge aber nicht infiziert. Die vorsorglichen Tötungsmaßnahmen seien auch ein Signal an die EU, dass das Land ernsthaft gegen die Vogelgrippe vorgehe.

Die deutschen Landwirte forderten eine großzügige Entschädigung der betroffenen Bauern. „Bund und Länder müssen solidarisch einstehen, falls sich die Seuche weiter ausbreitet", sagte der Generalsekretär des Bauernverbandes, Helmut Born, der „Berliner Zeitung“. Der Schweriner Landesbauernverband forderte, nicht nur den Wert der getöteten Tiere, sondern auch den Ertragsschaden zu ersetzen. „Der Staat darf die Bauern mit den Folgeschäden nicht allein lassen", sagte ein Pressesprecher der Zeitung. Weder der Einnahmeverlust durch ausbleibende Eier noch die Kosten von Desinfizierung der Ställe und Wiedereinstieg in die Haltung würden übernommen.

Stau am Rügendamm

An der einzigen Zufahrt zur Insel Rügen, dem Rügendamm, staute sich der Verkehr am Montag wegen der Desinfizierungsmaßnahmen auf bis zu 15 Kilometer Länge. Autofahrer mussten teilweise rund drei Stunden warten, teilte die Polizeidirektion Stralsund mit. Alle Fahrzeuge müssen dort über Desinfektionsmatten fahren.

Die EU-Agrarminister einigten sich in Brüssel trotz Initiativen einzelner Mitgliedsländer nicht auf ein Impfprogramm für Tiere. Die Deutsche Geflügelwirtschaft und der Tourismus auf Rügen bekamen erste Auswirkungen der Vogelgrippe zu spüren. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern kommen wegen der Vogelgrippe am Donnerstag zu einer Sondersitzung zusammen, um sich über den Stand der Vorbereitungen auf eine mögliche weltweite Grippe-Epidemie auszutauschen. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hatte einen aus ihrer Sicht mangelnden Vorrat der Länder an Grippemitteln kritisiert.
 

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BeitragVerfasst am: 21.02.2006 19:39  Titel:  Re: Vogelgrippe im Nordosten-Katastrophenalarm ausgedehnt

Katastrophenalarm
Virus nicht zu stoppen




Beinahe ganz Vorpommern betroffen


| 21.02.06, 07:26 Uhr |
Nach ersten Vogelgrippefällen auf dem deutschen Festland gilt seit Montag an der gesamten Ostseeküste Vorpommerns Katastrophenalarm.

Auf Rügen stockte die Bundeswehr ihre Kräfte um 250 Soldaten auf. Die EU-Agrarminister einigten sich in Brüssel trotz Initiativen einzelner Mitgliedsländer nicht auf ein Impfprogramm für Tiere. Die Deutsche Geflügelwirtschaft und der Tourismus auf Rügen bekamen erste Auswirkungen der Vogelgrippe zu spüren. Bislang wurde der gefährliche Erreger H5N1 bei mehr als 80 Vögeln in Deutschland nachgewiesen. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern kommen wegen der Vogelgrippe am Donnerstag zu einer Sondersitzung zusammen.

Die Ausbreitung der Tierseuche bei Wildvögeln lässt sich nach Einschätzung des Bundesinstituts für Tiergesundheit kaum verhindern. „Wildvögel kann man nicht reglementieren", sagte die Sprecherin des Bundesforschungsinstituts für Tiergesundheit auf der Insel Riems, Elke Reinking. Prognosen, wie weit sich das Virus in das Festland hinein ausbreiten wird, wollte sie aber nicht geben.

„Situation noch nicht im Griff“

Mecklenburg-Vorpommern hat die Situation laut Agrarminister Till Backhaus (SPD) „insgesamt noch nicht im Griff“. Das schnelle Ausrufen des Katastrophenfalls in Nord- und Ostvorpommern mache jedoch deutlich, dass man dabei sei, das Problem zu lösen, sagte Backhaus in Schwerin. Hilfe von der Bundeswehr sei angefordert. „Aber wir können nicht die gesamte Bundeswehr nach Mecklenburg-Vorpommern verlegen.“ In Ost- und Nordvorpommern begann die Untersuchung von Geflügelbeständen in der Drei-Kilometer-Zone um die neuen Fundorte Netzeband bei Wolgast und Prerow auf dem Darß. Backhaus forderte eine zehn Kilometer breite Beobachtungszone entlang der gesamten Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns. Mit weiteren infizierten Tieren sei zu rechnen, das Risiko der Einschleppung in Hausgeflügelbestände wachse.

Die Impfung von Tieren gegen die Vogelgrippe bleibt in der Europäischen Union umstritten. Nach Beratungen mit seinen EU-Kollegen sagte Bundesagrarminister Horst Seehofer (CSU): „Die Tierimpfung hat nach wie vor das Problem, dass man die Krankheit damit verdeckt.“ Nach einer Impfung können infizierte und geimpfte Tiere nicht mehr unterschieden werden, weil beide Antikörper gegen das Virus ausbilden. Wenn jedoch die Infektion nicht erkannt wird, können geimpfte Tiere unbemerkt das Virus weiter verbreiten. Grundsätzlich sei Deutschland aber bereit, an einer europäischen Impfstrategie mitzuarbeiten, sagte Seehofer. „Wir fahren da zweigleisig.“

Tötungen gehen weiter

Auf Rügen ging die vorsorgliche Tötung von Geflügel weiter. Nach 2463 bereits am Sonntag gekeulten Tieren aus einem großen Betrieb und einigen Kleinsthaltungen sollten am Montag die Tiere aus weiteren fünf Kleinstbeständen getötet werden. Die vorsorglichen Tötungsmaßnahmen seien auch ein Signal an die EU, dass das Land ernsthaft gegen die Vogelgrippe vorgehe.

„Das wichtigste ist, dass wir die Lage auf Rügen wieder in den Griff bekommen", sagte Seehofer in Brüssel. Er befürchtet, dass sonst Drittstaaten ihren Handel mit Deutschland einschränken könnten. Die deutsche Geflügelwirtschaft zeigte sich angesichts der Fälle in Mecklenburg-Vorpommern besorgt. Es sei zwar kein dramatischer Einbruch zu verzeichnen, die Branche habe aber einen Dämpfer erfahren, berichtete der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft in Berlin.

Erste Stornierungen

An der einzigen Zufahrt zur Insel Rügen, dem Rügendamm, staute sich der Verkehr wegen der Desinfizierung auf bis zu 15 Kilometern. Autofahrer mussten teilweise drei Stunden warten. Alle Fahrzeuge müssen über Desinfektionsmatten fahren. In Hotels auf Rügen und an der Ostseeküste gingen erste Stornierungen wegen der Vogelgrippe ein. Der Landestourismusverband befürchtet bei einer weiteren Ausbreitung der Vogelgrippe auf dem Festland eine „sehr große Buchungszurückhaltung.“

Grüne und FDP warfen Seehofer und dem Land Mecklenburg-Vorpommern schwere Fehler beim Krisenmanagement der Vogelgrippe vor. Seehofer habe vieles in der Koordination mit den Ländern versäumt, sagte die Vorsitzende des Agrarausschusses im Bundestag, Bärbel Höhn (Grüne), im Hessischen Rundfunk und im RBB-Inforadio. In einer solchen Krise müsse der Bund den Ton angeben. Seehofer wies die Kritik zurück.
 

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BeitragVerfasst am: 21.02.2006 19:40  Titel:  Re: Vogelgrippe im Nordosten-Katastrophenalarm ausgedehnt

Vogelgrippe-Infektion
Kinder besonders gefährdet




Der Schweizer Pharmakonzerns Roche stellt das Grippemittel Tamiflu her


| 20.02.06, 09:00 Uhr |
Für eine Infektion mit dem gefährlichen Vogelgrippe-Virus H5N1 sind Kinder besonders anfällig.

„Dies zeigt die Auswertung aller bisher beim Menschen bestätigten Fälle“, heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Frage der Abgeordneten Miriam Gruß, der kinderpolitischen Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion. „Die Gründe dafür sind unklar“, muss die Regierung dabei zugeben. Stets sei einer Infektion aber „der intensive Kontakt mit infiziertem Geflügel“ vorausgegangen. Insgesamt könnten „Kinder die verletzlichste Gruppe innerhalb einer Bevölkerung sein und müssen somit besonders geschützt werden“. Das Impfkonzept, das vom Bundesamt für Sera und Impfstoffe entwickelt wurde, berücksichtige dies.

Reihe von Nebenwirkungen

Von den beiden einzigen Medikamenten zur Bekämpfung des Grippevirus, Oseltamivir (auch als „Tamiflu“ bekannt) und Zanamivir („Relenza“) ist nur das erste auch für die Behandlung von Kindern zwischen ein und zwölf Jahren zugelassen. Allerdings listet die Bundesregierung gleich eine ganze Reihe von Nebenwirkungen auf: Ohrenentzündung und andere Ohrenerkrankungen, Lungenentzündung, Bronchitis, Hautentzündung und Verschlechterung bestehenden Asthmas. Dies komme bei weniger als einem Prozent der Fälle vor. Wie bei Erwachsenen auch kommt es bei Kindern zudem häufig zu Übelkeit, Erbrechen und Magenschmerzen. Diese harmloseren Nebenwirkungen treten allerdings nur anfangs auf und klingen im Laufe der Behandlung wieder ab.

Zulassung für Influenza-Impfstoff beantragt

Als erster Hersteller hat der britisch-amerikanische Pharmakonzern GlaxoSmithKline einen Antrag für einen pandemischen Influenza-Impfstoff bei der europäischen Zulassungsbehörde EMEA gestellt. Dazu gehören auch klinische Studien speziell an Kindern, sobald die Versuchsergebnisse an Erwachsenen auch Tests mit Kindern vertretbar erscheinen lassen. Das Ziel der Untersuchungen sei, so die Bundesregierung, „die Ermittlung eines altersgemäß akzeptablen Risiko-Nutzen-Verhältnisses“.

 

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BeitragVerfasst am: 21.02.2006 19:41  Titel:  Re: Vogelgrippe im Nordosten-Katastrophenalarm ausgedehnt

Vogelgrippe
Kein Grund zur Panik
Kann ich noch Hühnchen essen? Können Tauben die Vogelgrippe übertragen? Muss die Katze im Haus bleiben? FOCUS Online gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Vogelgrippe.
H5N1-Risiko
Wie gefährdet sind Menschen?
Impfung & Medikamente
Was hilft gegen die Vogelgrippe?
Katzen & Hunde
Müssen Haustiere daheim bleiben?




Virologen und Veterinärmediziner warnen vor einer Vogelgrippe-Panik. „Das Risiko für eine Ausbreitung in Deutschland ist zwar etwas gestiegen, dennoch müssen wir abwarten“, sagt Professor Dr. Hafez Mohamed Hafez, Leiter des Instituts für Geflügelkrankheiten der Freien Universität Berlin und Präsident der Weltgeflügeltierärztevereinigung. „Wir haben bislang Glück gehabt, denn auf Rügen gibt es nur wenig Hausgeflügel. Wir müssen jetzt wachsam sein und alle Maßnahmen beachten.“

Experten wissen, dass Wildvögel sich vergleichsweise häufig mit so genannten gering pathogenen Influenzaviren anstecken. Das heisst, dass sie den Virus als Reservoir dienen, ohne dass die Tiere erkranken. Nach derzeitigem Kenntnisstand nicht zu erklären, wieso sich Schwäne infizierten, die hierzulande überwinterten. Zugvögel kommen als Überträger zu dieser Jahreszeit noch nicht in Betracht. Experten warten nun auf die Ergebnisse weiterer Analysen der gefundenen Viren. Sie erhoffen sich davon Aufschluss darüber, wie aggressiv die Viren auf Rügen sind und woher sie möglicherweise stammen.

 

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BeitragVerfasst am: 21.02.2006 19:42  Titel:  Re: Vogelgrippe im Nordosten-Katastrophenalarm ausgedehnt

Wie groß ist das Risiko für den Menschen?




Bislang bleibt die Ansteckungsgefahr gering, denn H5N1 ist eine Tierseuche, die nur schwer auf den Menschen übertragbar ist. „Weltweit haben sich Menschen bislang nur durch sehr engen Kontakt mit infiziertem Hausgeflügel angesteckt. Wildvögel spielten keine Rolle“, betont Susanne Glasmacher, Pressesprecherin des Robert-Koch-Instituts in Berlin. Dennoch ist eine Infektion nicht völlig ausgeschlossen. Besonders gefährdet sind Menschen, die direkten Kontakt mit erkranktem und verendetem Geflügel haben. Sie müssen Schutzanzüge, Handschuhe und nach Möglichkeit Atemmasken tragen.

Wie wird die Vogelgrippe übertragen?




H5N1 wird über Kot und Sekrete infizierter Tiere übertragen. Auch Federn und Staub in Geflügelställen können Viren enthalten. Im Wasser kann das Virus einige Zeit überdauern. Wichtig: Das Virus wird nur durch engen Kontakt übertragen. „Spaziergängern am Teich droht keine Gefahr“, sagt Professor Hafez Mohamed Hafez. Hunde sollten allerdings an der Leine gehalten werden. „Man muss ja nicht unbedingt dorthin gehen, wo massenweise Kadaver liegen“, fügt der Leiter des Instituts für Geflügelkrankheiten der Freien Universität Berlin hinzu.

Kann man noch Geflügel und Eier essen?




Ja. Erstens ist Hausgeflügel hierzulande noch nicht von der Vogelgrippe betroffen. Zweitens gart man Geflügel und Eier in der Regel gut durch, schon allein wegen des Risikos einer Salmonelleninfektion. Kochen tötet das Virus ab.

Kann ich mein Bettzeug noch draußen lüften?




„In jedem Fall“, sagt Dr. Kerstin Borchers, Veterinärmedizinerin am Institut für Virologie der Freien Universität Berlin. Nur die Federn infizierter Tiere können das Virus übertragen.

Welches sind die ersten Symptome der Vogelgrippe beim Menschen?




Erschöpfung, Mattigkeit und Fieber. Im Anschluss daran kommt es zu Husten, möglicherweise zu Lungenentzündung, Bauchschmerzen, Durchfall und möglicherweise auch Erbrechen. Doch wer die Symptome zeigt, muss nicht zwingend an Vogelgrippe erkrankt sein: Grippe, grippale Infekte und Magen-Darm-Infektionen grassieren zu dieser Jahreszeit völlig unabhängig von der Vogelgrippe. Nur wer engen Kontakt mit Geflügel oder sogar verendeten Vögeln hatte, sollte zum Arzt, wenn sich verdächtige Symptome zeigen.

Schützt meine Grippeimpfung gegen die Vogelgrippe?




Nein. Die Grippeimpfung ist jeweils nur gegen einen bestimmten menschlichen Influenza-Subtypus wirksam.

Warum gibt es noch keinen Impfstoff gegen H5N1?




Es gibt Impfstoff für Geflügel. „Sollte die Vogelgrippe auf Hausgeflügel überspringen, ist denkbar, dass man Geflügel in Betrieben rund um den betroffenen Hof impft (Ringimpfung), als unterstützende Maßnahmen zur Keulung, um eine Ausbreitung zu verhindern", sagt Hafez Mohamed Hafez. Einen Impfstoff für den Menschen gibt es noch nicht, weil H5N1 bislang nur vergleichsweise selten und nur nach sehr engem Kontakt auf den Menschen überspringt. Eine wirkliche Gefahr ensteht für den Menschen erst dann, wenn sich H5N1 besser anpasst bzw. sich ändert (mutiert) und zum Beispiel von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Doch ein Impfstoff gegen ein verändertes H5N1-Virus kann erst erstellt werden, wenn diese Veränderungen erfolgt sind. Vorher weiß man noch nicht genau, wo und wie diese Variationen stattfinden. Ein „blind“ entwickelter Impfstoff wäre vermutlich wirkungslos.



Darf ich mit meinem Hund noch am See spazieren gehen?




Natürlich – wenn Sie das Tier anleinen. „Schließlich weiß man nie, ob das Tier im Gebüsch auf einen verendeten Vogel stößt“, betont Kerstin Borchers. Ein Kontakt mit verendeten Vögeln sollte in jedem Fall vermieden werde – auch, wenn es bislang noch keine Hinweise darauf gibt, dass H5N1 auf Hunde übertragbar ist.

Was mache ich, wenn ich einen toten Vogel finde oder meine Katze ein totes Tier bringt?




Fassen Sie Tierkadaver grundsätzlich gar nicht an, denn tote Tiere können nicht nur Vogelgrippe übertragen, sondern auch andere Krankheiten, etwa Tollwut. Falls es sich nicht vermeiden lässt – etwa, weil die Katze einen toten Vogel gebracht hat – ,nur mit wasserdichten Handschuhen berühren. „Falls der Vogel in der Wohnung war, sollten entsprechende Desinfektionsmaßnahmen ergriffen werden“, rät Virologin Kerstin Borchers. Das örtliche Veterinäramt kann beraten und sollte informiert werden.

Können sich Katzen an toten Tierkadavern anstecken?




„Katzen können sich infizieren, wenn sie große sehr große, Virusmengen aufnehmen“, sagt Professor Dr. Hafez Mohamed Hafez, Leiter des Instituts für Geflügelkrankheiten der Freien Universität Berlin und Präsident der Weltgeflügeltierärztevereinigung.

Können Tauben die Vogelgrippe übertragen?




Das ist nicht sicher. In Laborexperimenten brauchten Wissenschaftler relativ große Virusmengen, um Tauben mit Vogelgrippe zu infizieren. Erkrankte Tiere scheiden kaum Viren aus. „Wir gehen davon aus, dass Tauben ein relativ geringes Risiko darstellen“, sagt Professor Dr. Hafez Mohamed Hafez, Leiter des Instituts für Geflügelkrankheiten der Freien Universität Berlin und Präsident der Weltgeflügeltierärztevereinigung.

Wie gefährdet sind unsere Singvögel?




Dazu haben Wissenschaftler kaum Daten, denn bislang haben sie nur Hausgeflügel in Laborexperimenten infiziert. „Mir ist nicht bekannt, dass während der großen Ausbrüche in Asien Singvögel gestorben sind“, sagt Professor Hafez Mohamed Hafez.

Besteht ein Risiko für kleinere Säugetiere, zum Beispiel Mäuse, Füchse etc.?




Unter experimentellen Bedingungen erkrankten Mäuse und Ratten im Labor an Vogelgrippe. Professor Dr. Hafez Mohamed Hafez hält es trotzdem für „relativ unwahrscheinlich“, dass sich Kleinsäuger hierzulande infizieren. „Wenn man doch ein totes Tier im Wald oder im Park findet, sollte man es aber nicht anfassen, denn es gibt auch andere Krankheiten wie Tollwut, die vom Tier auf den Menschen übergehen können“, mahnt der Experte.

Wie gefährlich ist Vogelkot?




Im Kot erkrankter Tiere finden sich Vogelgrippe-Viren. Diese bleiben nur kurze Zeit ansteckend – je wärmer es ist, desto kürzer. Wer sein Auto reinigen oder Vogelkot von Fenster oder Terrasse entfernen will, sollte rein vorsorglich Handschuhe tragen. Viel heißes Wasser und Seife erleichtern die Entfernung. Den Lappen sollte man anschließend wegwerfen und unter keinen Umständen in der Küche weiter verwenden. Wer versehentlich Vogelkot berührt, sollte sich die Hände mit heißem Wasser und Seife waschen. Die Mengen, die bei einem Spaziergang unter den Schuhsohlen kleben bleiben, sind so gering, dass sie nicht gefährlich sind.

Sind meine Ziervögel in Gefahr?




Ziervögel können sich theoretisch durch direkten Kontakt mit Wildvögeln anstecken – etwa, wenn sie draußen in einer Voliere gehalten werden, denn Kot, Federn und Sekret kranker Wildvögel können in die Voliere fallen. „Im Haus gehaltene Wellensittiche sind nicht in Gefahr“, betont die Virologin Kerstin Borchers.

Besteht ein Risiko für Vögel im Zoo?




Ja. „Besonders wertvolle Zoovögel können im Einzelfall sogar vorbeugend gegen die Vogelgrippe geimpft werden“, berichtet Kerstin Borchers.


http://focus.msn.de/gesundheit/vogelgrippe
 

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BeitragVerfasst am: 23.02.2006 11:49  Titel:  Re: Vogelgrippe im Nordosten-Katastrophenalarm ausgedehnt

Verdachtsfall bei gekeultem Geflügel


Auf der Ostseeinsel Rügen hat das
Vogelgrippe-Virus möglicherweise
Tiere in einem Geflügelbestand infi-
ziert.
Es gebe einen Verdachtsfall
in einem Bestand von etwa 50 Hüh-
nern, sagte Mecklenburg-Vorpommerns
Agrarminister Backhaus (SPD) der
Nachrichtenagentur dpa.

Die Tiere seien wegen des Verdachts
bereits alle getötet worden.
Die eindeutige Bestätigung durch einen
Test des Friedrich-Loeffler-Insti-
tuts stehe noch aus.
Es wäre der er-
ste Fall bei Nutzgeflügel in
Deutschland.

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BeitragVerfasst am: 23.02.2006 13:59  Titel:  Re: Vogelgrippe im Nordosten-Katastrophenalarm ausgedehnt

H5N1 - Verdachtsfälle bei Nutztieren


Bei einer Ente aus einem Geflügelbe-
stand im Süden der Insel Rügen ist
ein Vogelgrippe-Erreger gestgestellt
worden.
Ob es sich um das aggressive
Virus H5N1 handelt, wird im Fried-
rich - Loeffler-Institut auf der Insel
Riems untersucht.


Es wäre der erste Fall von Infektion
eines Nutztieres mit dem gefährlichen
Virsutyp.
Zudem gibt es einen Ver-
dachtsfall in einem Bestand von etwa
50 Hühnern, die bereits alle getötet
wurden, wie Mecklenburg-Vorpommerns
Agrarminister Backhaus bekanntgab.
 

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BeitragVerfasst am: 23.02.2006 14:09  Titel:  Re: Vogelgrippe im Nordosten-Katastrophenalarm ausgedehnt

| 23.02.06, 12:33 Uhr |
Das Vogelgrippe-Virus H5N1 hat sich weiter nach Westen ausgebreitet.

Erstmals wurde am Donnerstag auch bei einem an der mecklenburgischen Ostseeküste gefundenen toten Vogel der gefährliche Erreger festgestellt. Wie der Landrat von Westmecklenburg, Erhard Bräunig (SPD), am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa sagte, handelt es sich um eine Reiherente. Das Tier sei auf der kleinen Insel Walfisch gefunden worden. Da die Wismar vorgelagerte Insel drei Kilometer vom Festland entfernt sei, habe er den Katastrophenfall nicht ausgerufen. Unterdessen wurde auf Rügen laut Landratsamt bei sechs weiteren toten Wildvögeln das H5N1-Virus nachgewiesen.

Hausente womöglich befallen

Außerdem wurde bei einer Ente aus einem Geflügelbestand im Süden von Rügen ein Vogelgrippe-Erreger festgestellt. Ob es sich um das aggressive Virus H5N1 handelt, wird derzeit im Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems untersucht. Das teilte der Krisenstab in Schwerin mit. Erst in den Abendstunden sei mit einem Ergebnis zu rechnen. Bestätigt sich der Verdacht, wäre es die erste H5N1-Infektion in einem Nutztierbestand in Deutschland.

Kleinerer Bestand aus Putbus

Die Hausente stammte den Angaben zufolge aus einem kleineren Bestand von 106 Tieren aus der Nähe von Putbus. Die Enten und Hühner seien klinisch gesund gewesen. Der Bestand war im Rahmen von Routine-Überprüfungen innerhalb der Schutzzone untersucht worden. Zwei weitere kontrollierte Tiere waren negativ. Alle Tiere des Bestandes seien aber vorsorglich getötet worden, hieß es.

 

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BeitragVerfasst am: 23.02.2006 19:13  Titel:  Re: Vogelgrippe im Nordosten-Katastrophenalarm ausgedehnt

Vogelgrippe-Virus zieht nach Westen


Das Vogelgrippe-Virus H5N1 breitet
sich nach Westen aus.
Nach den bisher
auf Vorpommern beschränkten
Fällen wurde der Erreger erstmals
auch bei einem toten Wildvogel an
der mecklenburgischen Ostseeküste
nachgewiesen.
Dagegen ist der Verdacht einer
Infektion mit dem aggressiven
Vogelgrippevirus H5N1 bei einer Hausente
auf Rügen endgültig ausgeräumt.
Er könne Entwarnung geben, sagte
Bundesagrarminister Seehofer.
Damit gibt es bisher keinen Vogelgrippe-
Fall bei Nutztieren in Deutschland
.
 

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BeitragVerfasst am: 24.02.2006 11:00  Titel:  Re: Vogelgrippe im Nordosten-Katastrophenalarm ausgedehnt

Vogelgrippe breitet sich aus


Die Vogelgrippe hat nach Mecklenburg-
Vorpommern jetzt auch das Land
Schleswig-Holstein erreicht.
Dies bestätigt eine Sprecherin des
Landwirtschaftsministeriums heute in
Kiel.

Nach Angaben des Ministeriums wurde
der Erreger H5N1 bei zwei Wildenten
im Kreis Ostholstein festgestellt.
Die Tiere seien bereits vor einigen
Tagen tot aufgefunden worden,
erklärte eine Sprecherin.
Eine Untersuchung habe nun bestätigt, dass es
sich um den H5N1- Erreger handele.
 

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BeitragVerfasst am: 26.02.2006 20:38  Titel:  Re: Vogelgrippe im Nordosten-Katastrophenalarm ausgedehnt

Neue Vogel-Grippe -Fälle am Bodensee



Am Bodensee gibt es zwei neue Fälle
von Vogelgrippe.
Nach dpa-Informationen
sind zwei im Kreis Konstanz
in Baden-Württemberg gefundene Enten
positiv auf den Erreger getestet
worden.

Zuerst war der auch für Menschen
gefährliche Virustyp bei einer Ente
aus Überlingen am Bodensee entdeckt
worden.
Nach dem Ausbruch der
Vogelgrippe in der Uckermark sind die
Seuchenschutzmaßnahmen in
Brandenburg angelaufen.
Das Virus war bei
zwei toten Wildvögeln im Raum
Schwedt nachgewiesen worden.
 

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BeitragVerfasst am: 04.03.2006 21:19  Titel:  Re: Vogelgrippe im Nordosten-Katastrophenalarm ausgedehnt

Nun kommt SIE immer näher. Nun auch schon ein Fall in Mannheim. Das sind nur noch ca. 150km von uns entfernt.  

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