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 Englisches Vollblut

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Wohnort: Nonnweiler

BeitragVerfasst am: 23.06.2008 11:32  Titel:  Englisches Vollblut

Englisches Vollblut



Herkunft
England

Farben
alle Grundfarben, v. a. Braune

Exterieur
162 bis 170 cm Stockmaß; sehr schlankes, elegantes Pferd; kräftiger, kurzer Rücken; abfallende, gut bemuskelte Kruppe; ausgeprägter Widerrist; gut angesetzter, getragener Schweif; langer, schlanker Hals; weite, tiefe Brust; hervorragende, lange Beine mit gut markierten Sehnen und Gelenken; fein modellierter Kopf; große lebhafte Augen; kleine spitze Ohren; dünnes, seidiges Haarkleid

Verwendung
Rennpferd; auch Military-, Spring-, Dressur- und Jagdpferd

Geschichte und Abstammung
Ihren Ursprung hat diese edle Rasse in der Renn- und Wettleidenschaft der Engländer. Meist wurden die Rennen an Feiertagen auf Marktplätzen oder als Privatkampf zwischen zwei Adeligen ausgetragen. Anfang des 17. Jahrhunderts wurden sie unter der Regierung Jakobs I. organisiert. In Newmarket, einem winzigen Dorf Ostenglands, ließ er einen Palast errichten, auf dem der Hof seine "Sportferien" verbrachte. Zwar zog Jakob I. die Jagd den Rennen vor, aber er erkannte die militärische Bedeutung schneller und ausdauernder Pferde und förderte die Zucht. Unter Karl II. wurde Newmarket dann Mitte des 17. Jahrhunderts zum Mittelpunkt des Rennsports. Die Zeit der "Royal Plates" begann. Karl II. kam jedes Jahr zu diesen Rennen und ist der einzige König, der als Jockey ein Flachrennen gewann. Die Beliebtheit des Sports ließ auch eine neue Klasse von Pferden entstehen. Während anfangs nur die einheimischen Pferde gegeneinander angetreten waren, wurden die schnellsten einheimischen Stuten mit importierten Hengsten verpaart. Die Pferde wurden schneller, größer und eleganter. Dennoch gab es noch keine einheitliche Rasse.

Die Stammväter des Englischen Vollbluts kamen erst ein halbes Jahrhundert später ins Land: die drei legendären Hengste Darley Arabian, Byerley Turk und Godolphin Arabian. "Darley Arabian" war 1704 vom britischen Konsul Thomas Darley von Aleppo nach England geschickt worden. "Byerley Turk" war das Schlachtpferd von Oberst Byerley und "Godolphin Arabian" war ein Geschenk des marokkanischen Sultans Muley Abdullah an den französischen König Ludwig XV. Es heißt, dass er später von einem Quäker names Coke vor einem Pariser Karren entdeckt wurde und auf Umwegen schließlich in das Gestüt von Lord Godolphin in Cambridge kam.

Zusammen mit etwa 50 Stuten bildeten diese drei Hengste den Grundstock der Rasse und wurden zu sogenannten "Stempelhengsten". Sie sind die Vorfahren von 80% aller heutigen Vollblüter. Als Englische Vollblüter dürfen sich nur die Pferde bezeichnen, deren mütterliche und väterliche Ahnenreihe in dem 1793 in England ausgegebenen "General Stud Book" ("Allgemeines Getütbuch") aufgeführt ist. Wesentliches Auswahlkriterium bei der Zucht ist die Geschwindigkeit. Es werden nur Pferde als Vererber zugelassen, welche die vorgeschriebenen Rennen unter schwersten Anforderungen erfolgreich bestritten haben. Während Arabische Vollblüter Spezialisten auf Langstrecken sind, erreicht das Englische Vollblut auf Kurzstrecken ein Tempo um die 70 km/h und ist damit auch das schnellste Pferd der Welt. Im Laufe seiner Geschichte hat es zur Veredelung fast aller anderen Pferderassen beigetragen. Der Schwerpunkt der Pferdezucht liegt zwar immer noch in Großbritannien, Englische Vollblüter werden heute aber auf der ganzen Welt gezogen.

Temprament und Talent
Die intelligenten, zähen, ausdauernden und mutigen Pferde sind allerdings sehr temperamentvoll und sensibel und nicht für jeden Reiter geeignet.

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