alphadog dipl.Tierpsychologin
 Geschlecht:  Alter: 28 Anmeldungsdatum: 15.03.2005 Beiträge: 6042
Wohnort: Losheim am SeePferde: Luckas (27 Jahre) Hannoveraner x Kaltblut Mix
|
Verfasst am: 29.06.2005 12:51 Titel: Stock-Attacke gegen Hunde-Opa
|
|
|
|
BIELEFELD: Stock-Attacke gegen Hunde-Opa
Joggerin schlägt fast blinden und lahmen Hund und rennt davon / Halterin schockiert
Bielefeld. Er ist alt, er geht nur noch langsam und ist fast blind: Barras, der Mischlingshund von Sandra Terzenbach-Blank. "Er hat noch nie jemanden bedroht, er kann das gar nicht." Umso schockierter ist Frauchen, weil eine Joggerin den alten Hund jetzt angegriffen hat mit einem Stock. Sie stach Barras ins Auge, der Hund musste schwer verletzt zum Tierarzt.
Der Vorfall passierte im Teutoburger Wald. "Ich war", erzählt Terzenbach-Blank, "mit Barras spazieren, er stand auf dem matschigen und schmalen Pfad und guckte die näher kommende Joggerin an. Die nahm einen Stock vom Boden und schlug auf ihn ein, ohne etwas zu sagen." Anscheinend selbst erschrocken über ihre Tat lief die Frau in dieselbe Richtung weg, aus der sie gekommen war. "Mein Hund stöhnte, drehte sich einmal und sank auf den Boden", berichtet die 29-Jährige. Sie nahm ihn auf den Arm und trug ihn nach Hause – vier Kilometer lang war der Weg. Barras wiegt 23 Kilogramm.
Die Attacke hat den kastrierten Rüden, 18 Jahre alt, gezeichnet. Er kann sich nicht mehr orientieren, ist verstört und schlapp. Der Tierarzt hat einen Schmerzschock und eine Kreislaufzusammenbruch diagnostiziert. Auch das getroffene Auge ist verletzt. Barras wird behandelt.
Für Sandra Terzenbach-Blank ist die Reaktion der Joggerin unverständlich. "Barras kann mit seinen langsamen Bewegungen und trüben Augen niemals bedrohlich ausgesehen haben. Bisher haben auch immer alle Menschen freundlich auf ihn reagiert." Sie hat den ergrauten Labrador-Mischling seit acht Jahren. Jetzt überlegt sie, ob sie Anzeige erstatten soll gegen die Joggerin.
Barbara Snelting, Leiterin des Tierheims in Bielefeld, rät dazu. "Ganz offensichtlich hat die Joggerin überreagiert, sie hat ohne Grund den Hund geschlagen."
"Jogger fühlen sich schnell bedroht"
Snelting kennt den gelegentlich auftretenden Konflikt zwischen Hundehalter und Läufer im Wald. Sie ist selbst Hundehalterin. "Jogger fühlen sich schnell bedroht", sagt sie, "manche haben vielleicht auch schon schlechte Erfahrungen gemacht und deswegen Angst." Es gibt immer noch Hundehalter, die ihrer Verantwortung nicht gerecht werden.
Auch Dr. Hans-Helmut Jostmeyer, Amtstierarzt beim Veterinäramt der Stadt Bielefeld, erkennt hier einen "offensichtlichen Tierschutzfall". Er sagt: "Die Joggerin würden wir belangen. Die Strafe variiert zwischen einer Verwarnung und einem Bußgeld." Es kommt darauf an, ob ein Grund für die Tat bestanden hat oder nicht.
Sowohl Jostmeyer als auch Snelting haben in den vergangenen Jahren eine stärkeres Verantwortungsgefühl der Hundebesitzer festgestellt. "Vor allem Halter von großen Hunden erziehen ihre Tiere besser", sagt Snelting. Nach der Landeshundeverordnung müssen sie das auch.
Allerdings treibt diese Verordnung nach Meinung einiger Experten die Halter verstärkt in die Wälder und auf die Wiesen zum Spazierengehen, weil es kaum Freilaufflächen mehr in der Stadt gibt. Dort beanspruchen auch Jogger, Spaziergänger und Radfahrer die schmalen Wege.
Quelle: www.nw-news.de |
|
_________________ Lieber Gruss Alphadog
die Chefin des Ganzen
Springender Hund
verhaltenstherapeutische, tierpsychologische Hundeschule - Bundesweite Problemtherapie und Einzelstunden -
NEUE HANDYNUMMER 01577 153 5559
|
|
|